Autor: Rebecca Fink

  • 5 Jahre RITZ

    5 Jahre RITZ

    Fünf Jahre können in der Welt der Innovation eine halbe Ewigkeit sein. Ideen entstehen, Technologien wie Künstliche Intelligenz verändern ganze Branchen, Arbeitsweisen werden neu gedacht. Als das RITZ am 1. Januar 2021 seine Arbeit aufnahm, geschah dies in einer Zeit, die neue Wege erforderte. Die Corona-Pandemie machte persönliche Begegnungen rar und Planungen herausfordernd. Und doch war von Beginn an spürbar: Hier entsteht mehr als nur ein Gebäude. Hier entsteht ein Ort, an dem Menschen Wissen teilen, sich vernetzen und gemeinsam an Zukunftsideen arbeiten.

    Schon in den ersten Monaten füllte sich das RITZ mit Leben. Zu den Ankermietern – der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der IWT Wirtschaft und Technik GmbH – kamen weitere Innovationsakteur*innen hinzu. Ein frühes Highlight setzte die Digitalisierungstour Baden-Württemberg, die, organisiert von Code_n und dem Fraunhofer IAO, Station in Friedrichshafen machte. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis realisierten wir ein zweitägiges Programm rund um digitale Produktion und Mobilität der Zukunft. Über 170 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, zuzuhören, mitzudiskutieren und Innovation ganz konkret zu erleben – etwa im mobilen Plug-In-Labor des Fraunhofer IAO, das in einem Container direkt vor Ort Einblicke bot.

    Mindestens genauso wichtig wie die großen Formate waren die kleinen. Ein gemeinsamer Grillabend brachte die Mieter*innen erstmals informell zusammen und legte den Grundstein für eine Community, in der Austausch Teil des Alltags ist. Zwischen Würstchen und Maultaschen kamen Gespräche in Gang, aus denen später Ideen, Projekte und Kooperationen wuchsen.

    Mit dem Jahr 2022 wurde das Haus voller. Immer stärker rückte die Frage in den Fokus, wie Wissen in der Community sichtbar wird und wachsen kann. Daraus entstand RITZ Knowledge & Network. Die Idee dahinter war ebenso einfach wie wirkungsvoll – Wissen sichtbar machen, neue Impulse setzen und den Austausch fördern, auch über das Haus hinaus. Workshops, unter anderem zum agilen Selbstmanagement, gaben konkrete Anregungen und stärkten die Handlungskompetenz der Teilnehmenden. Und weil die offizielle Eröffnung des RITZ pandemiebedingt ausgefallen war, wurde sie im Sommer 2022 nachgeholt – als Feier zu 1,5 Jahren RITZ. In seiner Keynote ging Hirnforscher und mehrfacher Weltmeister im Gedächtnissport Dr. Boris Nikolai Konrad der schon damals virulenten Frage nach, ob Menschen schlauer als die KI bleiben. Seine Antwort: Künstliche Intelligenz wird die menschliche nicht ersetzen können. Vielmehr lernen KI und Mensch voneinander.

    2023 rückte der Wissensaustausch noch stärker in den Fokus. Mit Breakfast & Brainfood etablierte sich ein Format, das sich schnell zu einem festen Treffpunkt für alle entwickelte, die den Austausch suchen. In entspannter Atmosphäre treffen sich hier morgens Menschen aus der RITZ Community und externe Interessierte, um bei gutem Frühstück und einem Impulsvortrag neue Perspektiven kennenzulernen, Denkanstöße mitzunehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen. In diesem Jahr war das RITZ außerdem erstmals Partner und Location für die Lange Nacht der Technik und Innovation, bei der technologieaffine Unternehmen in Friedrichshafen ihre Türen für Einblicke in ihre Tätigkeiten öffnen. Das RITZ bot dabei einen Spieleparcours für Jung und Alt an, um spielerisch Agilität kennenzulernen.

    2024 wurde das bisher veranstaltungsreichste Jahr: 18 Events brachten Tempo und Vielfalt ins Haus. Workshopreihen wie Quantum Leaps machten neue Technologien wie Künstliche Intelligenz greifbar und befähigten die Teilnehmenden, diese selbstständig für ihre eigenen Fragestellungen zu nutzen. Die Kooperationsveranstaltung „Driving Change“ mit dem TIM Transformationsnetzwerk zeigte, wie die Automobil- und Zulieferindustrie in Zeiten des Umbruchs neue Lösungsansätze finden kann und welche Rolle ein Innovationsmindset dabei spielt. Gleichzeitig entstanden neue, communitynahe Formate: Lunch & Learn, bei dem Mieter*innen ihre Projekte vorstellen und Gespräche beim gemeinsamen Mittagessen vertiefen, sowie After-Work-Veranstaltungen als lockerer Treffpunkt zum Feierabend. Ob Bratwurst im Sommer oder Waffel im Winter – das Zusammensein steht dabei immer im Mittelpunkt. Dass aus solchen Begegnungen konkrete Zusammenarbeit erwächst, zeigte sich unter anderem in Kooperationen zwischen Mietparteien wie Tri.Merge und dem IWT (hier geht’s zur Story).

    Und dann gab es noch die Highlights, mit denen wir nicht gerechnet hatten: 2024 war das erste Jahr, in dem eine Ente auf dem Dach des RITZ brütete. Ihre Küken wurden in einer gemeinschaftlichen Aktion sicher zum Waldrand begleitet. Dass diese Ente Dauermieterin würde, war uns zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, aber wir haben uns schnell auf sie und ihre Brutzeit eingestellt.

    Das Jahr 2025 schließlich stand ganz im Zeichen von Kooperationen. Veranstaltungen wie das Barcamp Digitale Barrierefreiheit, der Production Excellence Day oder Formate rund um Patente machten deutlich, was das RITZ auszeichnet: Gemeinsam geht mehr. So auch bei unserer Innovationskonferenz „Wer nicht innoviert, verliert“ mit der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis, bei der Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft eine Innovation Journey nachzeichneten, die aufzeigte, wie Unternehmen mit Kreativität, Daten und Technologie ihr ungenutztes Potenzial erschließen können.

    So gewinnt das RITZ weiter an Bedeutung – als Ort, der Wissen zusammenbringt, Netzwerke stärkt und Innovation in der Region sichtbar macht.

    Fünf Jahre RITZ bedeuten für uns fünf Jahre Aufbau, Begegnung und gemeinsames Gestalten. Aus einer Idee ist eine lebendige Community geworden, aus Räumen ein zentraler Treffpunkt für Innovation und aus Veranstaltungen eine tragfähige Basis für neue Kooperationen. Und wenn diese Chronik eines zeigt, dann dies: Die nächsten Kapitel sind bereits in Arbeit.

  • Wie räumliche Nähe Innovation beschleunigt

    Wie räumliche Nähe Innovation beschleunigt

    Räumliche Nähe ist entscheidend für den Projekterfolg. Die Allen-Kurve von Thomas J. Allen, die auch nach Jahrzehnten nicht an Relevanz verliert, zeigt klar: Je näher Menschen räumlich beieinander sind, desto besser kommunizieren und arbeiten sie zusammen. Im RITZ Innovationszentrum in Friedrichshafen profitieren Unternehmen, Start-ups und Forschungsteams von dieser Dynamik, indem sie in unmittelbarer Nachbarschaft arbeiten. Diese kurzen Wege beschleunigen nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Innovationsprozesse. So entstehen gemeinsame Lösungen für die Digitalisierung und die Mobilität von morgen.

    Ein gelungenes Beispiel für diese erfolgreiche Zusammenarbeit ist die Kooperation zwischen der Tri.Merge GmbH und der IWT Wirtschaft und Technik GmbH. Während die Tri.Merge GmbH als technischer Berater und Entwicklungspartner auf digitale Transformation und Smart Mobility Entwicklung spezialisiert ist, wird am IWT das automatisierte und vernetzte Fahren erforscht, bspw. wie intelligente Verkehrsinfrastruktur das hochautomatisierte Fahren unterstützen kann.

    Die Zusammenarbeit begann bei einem Event für die RITZ Community, bei dem Celina Herbers, Teamleiterin am IWT, und Philipp Röper, Geschäftsführer von Tri.Merge, ins Gespräch kamen. Celina Herbers suchte Unterstützung bei einem entscheidenden Projektaspekt: der Definition der Anforderungen an ein Testfahrzeug für hochautomatisiertes und vernetztes Fahren.

    In einem vom Bundesverkehrsministerium geförderten Forschungsprojekt beschäftigte sie sich dabei mit drei zentralen Anwendungsfällen: Wie kann der Verkehr so gesteuert werden, dass Einsatzfahrzeuge Vorrang haben? Wie lassen sich Wetterwarnungen, wie Glatteis oder Starkregen, zuverlässig an die Fahrzeuge auf der Straße übermitteln? Und wie können intelligente Leitpfosten mit den Fahrzeugen kommunizieren? Dafür musste das Team herausfinden, was ein Testfahrzeug leisten muss, um diese Szenarien abbilden zu können. Zum Beispiel: Wie muss ein Fahrzeugmodul gebaut sein, damit es das Signal eines Leitpfostens empfängt und umsetzt?

    Hier kam Tri.Merge ins Spiel und erarbeitete basierend auf den Anforderungen aus dem Projektteam konkrete Use Cases und entwickelte technische Lösungsansätze. Im nächsten Schritt kontaktierte Tri.Merge verschiedene Fahrzeughersteller, um die technische Machbarkeit der direkten Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug sicherzustellen. Schließlich fand das Tri.Merge-Team einen geeigneten Hersteller, der ein Testfahrzeug mit den erforderlichen Messinstrumenten zur Verfügung stellte. In enger Abstimmung mit dem IWT führte Tri.Merge die Testfahrten gemeinsam mit dem Fahrzeughersteller durch und validierte die Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeug.

    Besonders wertvoll waren die kurzen Wege im RITZ. Da die Büros von Celina Herbers und Philipp Röper direkt nebeneinander liegen, reichte oft ein kurzes Anklopfen, um Fragen oder Unklarheiten schnell zu klären. Termine fanden spontan statt, potenzielle Probleme wurden gelöst, bevor sie auftraten, und die entspannte Atmosphäre der Loggia bot Raum für kreative Ideen bei einer Tasse Kaffee. Diese Nähe und die reibungslose Kommunikation waren der Schlüssel zum Erfolg der Zusammenarbeit.

    Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testfahrten blicken beide Partner optimistisch in die Zukunft und sehen großes Potenzial für weitere gemeinsame Projekte – insbesondere in den Bereichen Sicherheit und Infrastruktur. Die Vision: Verkehrsteilnehmer erhalten in Echtzeit Warnungen aus der Infrastruktur – etwa bei Glatteis – und der Straßenverkehr wird so noch sicherer und intelligenter.

  • Architektur trifft Innovationsgeist: Das RITZ erhält die Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“

    Architektur trifft Innovationsgeist: Das RITZ erhält die Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“

    Wo Zukunft gedacht und gemacht wird, braucht es Räume, die nicht nur Platz bieten, sondern Perspektiven eröffnen. Räume, die inspirieren, verbinden und Veränderung ermöglichen. Genau so ein Ort ist das RITZ – und dafür wurden wir jetzt ausgezeichnet: Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat das RITZ mit dem Preis „Beispielhaftes Bauen“ gewürdigt.

    Alle sechs Jahre zeichnet die Architektenkammer mit diesem Preis Bauwerke aus, die sich durch besondere gestalterische Qualität, innovative Nutzungskonzepte und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen hervorheben. Für den Zeitraum 2017-2023 wurden im Bodenseekreis insgesamt elf Projekte prämiert – das RITZ ist eines davon.

    Die Jury lobte das RITZ als gelungenes Beispiel für einen Ort, an dem Innovation nicht nur gefördert, sondern auch architektonisch erlebbar wird.

    Raum, der verbindet

    „Nach außen gibt der dunkle Baukörper mit seinem strengen Raster sein Inneres nicht preis. Die transparente Eingangszone überrascht mit einem gebäudehohen Foyer, das mit kleiner Lounge zum Austausch und Treffpunkt wird. Dieser Vernetzungsgedanke als baulich gefasste Nahtstelle in das Quartier ist im gesamten Haus spürbar und in einer gestalterischen Qualität umgesetzt, die großflächig und durchgängig erlebbar ist: Flexibel nutzbare, hohe Forschungsräume im Erdgeschoss und unterschiedliche Raumtypologien moderner Arbeitswelten im Obergeschoss strahlen, unterstützt durch eingeschnittene Lufträume und Oberlichter, eine visuelle wie kommunikative Durchlässigkeit aus.“ (Quelle)

    Gestaltet wurde das RITZ vom Architekturbüro Baumschlager Hutter Partners (Dornbirn) in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Friedrichshafen und dem Bodenseekreis, die das RITZ als Gemeinschaftsprojekt tragen. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der unterschiedliche Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringt, sowie gleichzeitig höchsten gestalterischen und funktionalen Ansprüchen genügt.

    Baukultur als Ausdruck von Haltung

    Die Auszeichnung durch die Architektenkammer ist für uns mehr als ein architektonisches Lob – sie ist eine Bestätigung unserer Haltung: Wir glauben an den Mehrwert gemeinschaftlicher Innovation und an Räume, die genau das widerspiegeln.

    Unser Dank gilt allen, die an der Planung, am Bau und an der Weiterentwicklung des RITZ beteiligt waren. Und all jenen, die das RITZ jeden Tag mit Leben füllen.

    Weitere Informationen zur Auszeichnung und zu den prämierten Objekten finden Sie unter: www.akbw.de/baukultur/beispielhaftes-bauen

  • Frühstück, Netzwerken, Impulse: Ein Rückblick auf Breakfast & Brainfood 2024

    Frühstück, Netzwerken, Impulse: Ein Rückblick auf Breakfast & Brainfood 2024

    Starten Sie den Tag mit einem nahrhaften Frühstück und wertvollen Denkanstößen – das ist das Erfolgsrezept unseres Formats Breakfast & Brainfood. Hier treffen sich Mitglieder unserer RITZ Community und Interessierte, um bei frischen Brötchen und Kaffee in entspannter Atmosphäre Wissen auszutauschen und sich zu vernetzen. Im Mittelpunkt steht immer ein inspirierender Impulsvortrag zu einem Thema, das branchenübergreifend relevant ist. Das Jahr 2024 war dabei reich an spannenden Themen und Erkenntnissen. Darauf möchten wir im Folgenden einen Blick zurückwerfen.

    Ausgabe 1: Vom Kennen zum Können – Lernen, das begeistert

    Zum Auftakt des Jahres verriet Philipp Gotterbarm, Geschäftsführer der Kontaktschmiede GmbH, in seinem Vortrag, warum es 8.000 Stunden Training benötigt, um zur Weltklasse zu gehören. Doch nicht nur die Zahl faszinierte – sondern auch die Antworten auf grundlegende Fragen zum Thema Lernen:

    Vom Wissen zur Anwendung: Philipp Gotterbarm betonte, dass Lernen ein aktiver Prozess ist, der über das bloße Sammeln von Wissen hinausgeht. Entscheidend ist der Übergang vom „ständigen Müssen“ zum „ständigen Wollen“ und schließlich zum „ständigen Tun“. Nur durch diese Haltung können wir das Gelernte wirklich anwenden und nachhaltig in unseren Alltag integrieren.

    Blockaden überwinden: Lernen kann oft mit inneren Widerständen einhergehen, doch diese Blockaden lassen sich auflösen. Indem wir unseren Fokus auf die positiven Aspekte des Lernens legen und alte Muster durchbrechen, schaffen wir Raum für Neugier und Freude am Fortschritt.

    Effizienz im Fokus: Mit gezielten Methoden lässt sich Lernen nicht nur effektiver, sondern auch effizienter gestalten. Indem wir Prioritäten setzen und moderne Ansätze nutzen, können wir mit weniger Aufwand bessere Ergebnisse erzielen.

    Seine Tipps und Einsichten inspirierten die Teilnehmenden dazu, Lernen nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern als Chance zur persönlichen Weiterentwicklung zu begreifen.

    Ausgabe 2: Menschen folgen Menschen – LinkedIn als Werkzeug

    Im Juni stand die Business-Plattform LinkedIn im Mittelpunkt. Sascha Schmidt, Senior Consultant Strategy bei Schindler Parent, erklärte, warum eine starke Personal Brand auf einer solchen Business-Plattform essenziell ist. Die Teilnehmenden lernten, wie sie sich und ihre Unternehmen durch Social Selling als Markenbotschafter positionieren können. Dabei wurden drei zentrale Aspekte hervorgehoben:

    Die eigene Personal Brand: Das zentrale Element dabei ist Authentizität. Denn eine Personal Brand wirkt nur dann glaubwürdig, wenn man sich online genauso verhält und gibt, wie man es offline tut. Hierzu wurde das Beispiel genannt, die Ansprache auf LinkedIn so zu führen, wie man es selbst in der Realität handhabt. Tritt man seinem Umfeld immer persönlich und offen entgegen, wäre es unauthentisch, auf LinkedIn zu siezen.

    LinkedIn im Vertrieb: Unternehmen und Einzelpersonen können die Plattform nutzen, um gezielt Kontakte zu knüpfen, Beziehungen zu pflegen und relevante Leads zu generieren. Die Möglichkeit, LinkedIn für den eigenen Vertrieb zu nutzen, sollte also nicht unterschätzt werden. Mit einer durchdachten Strategie lässt sich LinkedIn effektiv in den Verkaufsprozess integrieren, um neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

    Erfolgreiches Networking: Es geht darum, Mehrwert zu bieten, sich aktiv in Diskussionen einzubringen und die richtigen Kontakte zu knüpfen. Durch den gezielten Austausch und das Teilen von Fachwissen kann das Netzwerk erweitert werden sowie die eigene Expertise sichtbar gemacht werden.

    Sascha Schmidt hat mit diesem Vortrag gezeigt, wie viel Potenzial in der bewussten Nutzung von LinkedIn steckt, um Beziehungen zu stärken und das eigene Business nachhaltig zu erweitern.

    Ausgabe 3: Cybersecurity – Schutzwall für das Unternehmen

    In der dritten Ausgabe 2024 unser Breakfast & Brainfood-Reihe stand ein Thema auf der Agenda, das für alle Unternehmen von Bedeutung ist: Cybersicherheit. Matthias Ruf, Geschäftsführer der all for IT GmbH, gab den Teilnehmenden wichtige Einblicke in die Welt der Cybersecurity und beantwortete zentrale Fragen:

    Wie werden wir überhaupt angegriffen?

    Ein Cyberangriff kann auf vielfältige Weise erfolgen: Von Phishing und Ransomware über Malware und DDoS-Angriffe bis hin zu Social Engineering und Zero-Day-Exploits gibt es eine Vielzahl von Methoden, die Angreifende nutzen, um Unternehmen zu kompromittieren. Jede dieser Techniken birgt ihre eigenen Risiken und Herausforderungen.

    Welche Präventionsstrategien gibt es?

    Neben regelmäßigen Sicherheitsaudits und einer kontinuierlichen Überwachung, um potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen, spielen technologische Schutzmaßnahmen wie der Einsatz moderner Firewalls, Antivirus- und Antimalware-Software sowie Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und Datenverschlüsselung eine entscheidende Rolle. Gleichzeitig sind regelmäßige Backups essenziell, um im Ernstfall Datenverluste zu verhindern. Auch sollten die Mitarbeitenden regelmäßig zu diesem Thema geschult werden.

    Neben vielen grundlegenden Informationen gab Matthias Ruf den Teilnehmenden natürlich noch ergänzend ein paar Handlungsempfehlungen an die Hand, um sich gegen Cyberangriffe zu rüsten.

    Ausgabe 4: Konflikte als Chancen

    Den Abschluss des Jahres bildete Diplompsychologin Julia Kröll, die aufzeigte, wie Konflikte im Business-Kontext zu wertvollen Lernmomenten werden können. Ihre Botschaft: Konflikte sind Chancen. Anhand praxisnaher Modelle und Techniken lernten die Teilnehmenden:

    Konflikte verstehen: Mit Modellen wie dem 4-Ohren-Modell können Konfliktursachen bewusst erkannt und Missverständnisse vermieden werden. Andere Konfliktursachen können, wie Julia Kröll erklärt, sowohl auf dem Gefühl, bevormundet zu werden, als auch auf zu lang unterdrücktem Ärger beruhen.

    Konflikte klären: Eine erfolgreiche Konfliktklärung beginnt mit guter Vorbereitung. Es gilt, zunächst die eigenen Gefühle und Bedürfnisse zu reflektieren, um Klarheit über die eigene Position zu erlangen. Ein Perspektivwechsel kann dabei helfen, die Beweggründe des Gegenübers besser zu verstehen. Entscheidend ist, den richtigen Zeitpunkt für eine Aussprache zu wählen und Worte sorgfältig zu formulieren.

    Konflikte verhindern: Oft sind es spezifische Situationen, die negative innere Dialoge anstoßen – wie zum Beispiel die Unsicherheit, einer Bitte nicht gerecht werden zu können, oder der Drang, durch ständiges „Ja-Sagen“ gefallen zu wollen. Wer diese Muster durchschaut, kann aktiv gegensteuern.

    Dieser Vortrag hinterließ bei den Teilnehmenden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch ein gestärktes Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung.

    Ein Jahr voller Wissenshunger und Austausch

    Vom Lernen und Netzwerken über die Positionierung in sozialen Netzwerken bis hin zu Cybersecurity und Konfliktmanagement – bei dieser Themenvielfalt war für jeden etwas dabei. Gemeinsam mit den Referent*innen und unserer engagierten Community konnten neue Impulse gesetzt und wertvolle Denkanstöße für den Arbeitsalltag gegeben werden. Wir freuen uns darauf, Sie auch 2025 wieder bei Breakfast & Brainfood zu begrüßen – mit frischen Ideen, spannendem Austausch und inspirierenden Vorträgen!

  • Die Zukunft der Produktion im Fokus: Der Production Excellence Day 2024

    Die Zukunft der Produktion im Fokus: Der Production Excellence Day 2024

    Wie gestalten künstliche Intelligenz und digitale Lösungen die Produktion von morgen? Wie sieht der Weg zur Smart Factory aus? Und wie können Lieferketten optimal flexibilisiert werden? Diese und viele weitere Fragen standen am 24. Oktober 2024 in der zweiten Auflage des Production Excellence Day im Mittelpunkt. Organisiert vom Zentrum für Produktion und Produktentwicklung (ZDP) der DHBW in Zusammenarbeit mit der IWT Wirtschaft und Technik GmbH und dem RITZ, brachte die Konferenz Experten aus verschiedenen Unternehmen und Institutionen zusammen, die den Teilnehmenden in insgesamt zehn Vorträgen von ihren Erfahrungen und ihrem Wissen berichten konnten.

    Wir haben im Folgenden die ersten beiden Vorträge und die wichtigsten Themen der Veranstaltung zusammengefasst:

    Prozessoptimierung als Schlüssel zur Smart Factory

    Im ersten Vortrag des Tages zeigte Bernd Baader den Weg zu einer Smart Factory am Beispiel der Rolls-Royce Solutions GmbH Friedrichshafen auf. Als wichtigstes Take-away hob er hervor, dass eine effektive Prozessoptimierung der erste Schritt ist, bevor neue Technologien eingeführt werden. Dabei konnten die Teilnehmer innovative Lösungen kennenlernen, darunter den „Schlauen Klaus“, ein kameragestütztes System zur automatischen Qualitätskontrolle, das Fehler schneller und präziser erkennt als herkömmliche Methoden.

    Ebenso beeindruckte der „Location Finder“, der Materialbewegungen in der Produktion überwacht und sicherstellt, dass Bestandteile immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.

    Bernd Baader verdeutlichte außerdem, wie Augmented Reality (AR) in der Lackiererei eingesetzt wird, um Mitarbeitenden digitale Anweisungen für präzise Aufgaben zu geben, was die Genauigkeit und Effizienz erheblich steigert.

    Lean Production für mehr Wertschöpfung

    Tobias Herwig, Geschäftsführer von Fischer Consulting, widmete sich in seinem Vortrag der operativen Exzellenz und beleuchtete, wie Lean Production und digitale Ansätze die Wertschöpfung steigern können. Schlankere Prozesse und die Reduzierung von Rüstzeiten können maßgeblich dazu beitragen, Verschwendung zu minimieren und den Ertrag zu maximieren. Sein Fokus lag dabei weniger auf einer Erweiterung der Kapazitäten als vielmehr darauf, das Potenzial bestehender Prozesse vollständig auszuschöpfen. Als Beispiel führte er das digitale Shopfloor-Management an, bei dem Produktionsdaten in Echtzeit verarbeitet werden, um effizientere Abläufe und eine dynamische Produktionsplanung zu ermöglichen.

    Vielfältige Perspektiven auf die Produktionswelt von morgen

    Daneben konnten die Teilnehmenden in den weiteren Vorträgen des Tages vielseitige Perspektiven und wertvolles Wissen gewinnen:

    • Dieter Schönfeld, Vorstand im AFSMI, erklärte, wie die Nutzung von wie Predictive Maintenance und KI die, um die Verfügbarkeit von Produktionsanlagen zu erhöhen kann.
    • Arsenio Rivera, Manufacturing Excellence Manager bei der BMI Group, zeigte, wie High-Speed-Optimierung dazu beitragen kann, Prozesse zu beschleunigen.
    • Axel Zauke, Key Account Manager bei RAFI, erläuterte, wie Unternehmen die Overall Equipment Effectiveness (OEE) digitalisieren können, ohne dafür ein aufwändiges IT-Projekt zu starten.
    • Volker Onderka, Leiter Betriebsmittel bei wenglor, präsentierte Datenstrategien, die die Organisation von Produktionsdaten für die digitale Zukunft optimieren.
    • Dr. Alexander Schließmann, Lead Value Engineer bei FORCAM, betonte die Bedeutung von menschlichem Know-how trotz des zunehmenden Einsatzes von KI in der Prozesssteuerung.
    • Florian Frank, Projektleiter bei der IWT Wirtschaft und Technik GmbH, demonstrierte die Möglichkeiten eines 4D-Digitalen Zwillings, um Produktionsprozesse in Echtzeit zu verbessern.
    • Matthias Leister, Produktionsleiter bei Gartner Extrusion, berichtete von seinen Erfahrungen mit Advanced Planning and Scheduling (APS) zur Produktionsorchestrierung.
    • Steffen Himstedt, Geschäftsführer bei Trebing & Himstedt Prozessautomation, stellte eine cloudbasierte Manufacturing Operation Management Plattform vor, die agiles Reagieren auf neue Anforderungen ermöglicht.

    Kontinuierliche Verbesserung als Erfolgsrezept

    Die fortlaufende Optimierung und die gezielte Nutzung neuer Technologien treiben die Zukunft der Produktion an. Intelligente Qualitätskontrollsysteme, datengetriebene Entscheidungen und flexible, digitale Produktionsprozesse ebnen den Weg zur Smart Factory und zur Industrie 4.0.

  • Pausen – Warum sie unverzichtbar sind und wie wir sie effizient gestalten können

    Pausen – Warum sie unverzichtbar sind und wie wir sie effizient gestalten können

    Arbeit, Arbeit, Arbeit – so sieht der Alltag für die meisten von uns aus. Doch wie oft gönnen wir uns wirklich Pausen? Und nein, der schnelle Blick auf das Handy zählt nicht dazu! Pausen sind nicht „nur mal eben zwischendurch“ reinzuquetschen. Sie sind absolut unverzichtbar, um unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden aufrechtzuerhalten. Aber wie können wir sie gestalten, sodass sie genau dies bewirken? Antworten auf diese Frage und weitere Tipps zum „Pause machen“ finden Sie in diesem Blogpost.

    Warum sollten Sie Pausen in der Tagesgestaltung nicht außer Acht lassen?

    Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt, dass unser Gehirn nach ca. 45 Minuten konzentriertem Arbeiten merklich an Leistungsfähigkeit verliert. Spätestens nach 90 Minuten sollte also eine mindestens 15-minütige Pause eingebaut werden, damit sich unser Gehirn regenerieren kann. Tun wir das nicht, laufen wir Gefahr, weniger effizient zu arbeiten und Fehler zu machen. Auch der Stresspegel kann drastisch steigen, was dem eigenen Wohlbefinden auf lange Sicht schaden kann.

    Daher lautet die Devise: aufstehen, den Arbeitsplatz verlassen und sich etwas bewegen. Das wirkt nicht nur dem Stresspegel entgegen, sondern auch Verspannungen und Rückenschmerzen.

    Zudem kommen uns die besten Ideen, wenn wir kurz abschalten und den Kopf freibekommen. Pausen ermöglichen es unserem Gehirn, Informationen neu zu verarbeiten und kreative Lösungen zu finden. Ein Spaziergang oder ein kurzer Tapetenwechsel können helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und kreative Blockaden zu überwinden.

    Grafik mit fünf Gründen für regelmäßige Pausen: Konzentration, Leistungsfähigkeit, Kreativität und Motivation steigen – Stress sinkt.

    Wie können wir Pausen effizient nutzen?

    • Frische Luft schnappen: Ein kurzer Spaziergang im Freien hilft uns, den Kopf freizubekommen und neue Energie zu tanken.
    • Eine bewusste Mahlzeit: Egal wie stressig der Arbeitstag auch sein mag, bewusste Mahlzeiten sind elementar, um diesen gesund zu gestalten und konzentriert arbeiten zu können. Besonders die Mittagspause sollte für eine ausgewogene Mahlzeit genutzt werden.
    • Ruhe: Ein paar Minuten in sich zu kehren oder Atemübungen zu machen, kann wahre Wunder bewirken. Hieraus kann neue Kraft und vor allem innere Ruhe für den restlichen Arbeitstag geschöpft werden.
    • Digital Detox: Durch Social Media zu scrollen oder Nachrichten zu beantworten, lässt das Gehirn nicht zur Ruhe kommen. Wir sollten es vermeiden, unsere Pausen am Handy zu verbringen. Unser Geist und unsere Augen werden es uns danken.
    • Socialising: Pausen nutzen, um mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen. Schon ein kurzes Gespräch in der Kaffeeküche kann die Stimmung heben, das Gemeinschaftsgefühl stärken und die Motivation ankurbeln.

    Fazit

    Es ist leicht, im Arbeitsalltag Pausen zu vergessen oder sie aufzuschieben. Deshalb ist es sinnvoll, feste Pausenzeiten einzuplanen. Versuchen Sie nach spätestens 90 Minuten ein paar Minuten Pause zu machen und eine längere Mittagspause fest einzuplanen.

    Pausen sind kein Zeichen von Faulheit oder Undiszipliniertheit, ganz im Gegenteil. Indem wir regelmäßig und bewusst Pausen einlegen, steigern wir nicht nur die eigene Leistung, sondern tun auch unserer Gesundheit etwas Gutes.

  • Groß denken, größer wachsen: Das Growth Mindset

    Groß denken, größer wachsen: Das Growth Mindset

    Was unterscheidet erfolgreiche Menschen von anderen? Was ist ihr Geheimnis, das sie dazu befähigt, Hindernisse zu überwinden, Herausforderungen anzunehmen und ihre Ziele zu erreichen? Die Antwort liegt oft nicht nur in ihren Fähigkeiten oder ihrem Glück, sondern vielmehr in ihrer Denkweise und ihrer Lebenseinstellung.

    Was ist ein Growth Mindset?

    Die Psychologin Carol Dweck hat diesen Begriff definiert, um zwei Arten von Denkweisen zu unterscheiden: das Growth Mindset und das Fixed Mindset. Ein Growth Mindset bedeutet, daran zu glauben, dass sich die eigenen Fähigkeiten und Talente durch Anstrengung, Lernbereitschaft und Beharrlichkeit entwickeln können. Im Gegensatz dazu steht das Fixed Mindset, das davon ausgeht, dass unsere Fähigkeiten festgelegt sind und sich kaum ändern lassen.

    In zahlreichen Experimenten und Studien mit Menschen aus unterschiedlichen Bereichen erforschte Carol Dweck, was es mit diesen Einstellungen auf sich hat und wie sie unseren Lebensweg tiefgreifend beeinflussen. Das Ergebnis zeigt klar: Unser Erfolg im Leben basiert vor allem auf unserer Bereitschaft, kontinuierlich zu üben, neue Fähigkeiten zu erlernen und uns stetig weiterzuentwickeln.

    Warum ist ein Growth Mindset also wichtig?

    1. Fördert Resilienz: Ein Growth Mindset hilft uns, Rückschläge und Misserfolge als Teil des Lernprozesses zu verstehen. Statt uns entmutigen zu lassen, sollten wir Herausforderungen selbstbewusst entgegentreten.
    2. Steigert den Wissenshunger: Neugierig bleiben und lernen wollen, das ist die Devise eines Growth Mindsets. Statt sich in der Komfortzone einzurichten, sollten wir aktiv nach Möglichkeiten Ausschau halten, um unsere Fähigkeiten zu verbessern und unser Wissen zu erweitern. Aber wenn wir doch einmal in einer Sackgasse landen und stagnieren, hilft uns dieses Mindset, neue Wege zu finden und weiterzugehen.
    3. Bringt Motivation: Der Weg ist das Ziel. Wer an persönliches Wachstum glaubt, ist motivierter, sich neue Ziele zu setzen und diese stetig zu verfolgen. Denn auf dem Weg dorthin eröffnen sich immer wieder Möglichkeiten, neues Wissen aufzugreifen und damit kleine Fortschritte zu erzielen.

    Und wie kann ich ein gesundes Growth Mindset entwickeln?

    Grafik mit vier Ansätzen zur Entwicklung eines Growth Mindsets: Selbstreflexion, Feedback suchen, aus Fehlern lernen und Ziele setzen – jeweils mit kurzer Erklärung.

    Ein Growth Mindset ist also wie ein immer größer werdender Garten: Mit der richtigen Pflege, Geduld und stetigem Gießen können selbst die kleinsten Pflanzen stetig wachsen. Es geht darum, fest daran zu glauben, dass unsere Fähigkeiten und Talente durch kontinuierliche Anstrengung, eine positive Ausrichtung und Lernbereitschaft weiter wachsen können.

  • Innovative Lösungen für die Sturzprävention

    Innovative Lösungen für die Sturzprävention

    In Krankenhäusern und Pflegeheimen steht die Sicherheit der Patient*innen an oberster Stelle. Doch wie kann man gewährleisten, dass sie nicht aus ihren Pflegebetten stürzen, ohne dabei ihre persönliche Freiheit einzuschränken?

    Dieser Frage widmet sich ein engagiertes studentisches Team aus Wirtschaftsingenieur*innen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) im Rahmen der Vorlesung Unternehmensführung.

    Gefahren im Dunkeln

    Besonders gefährdet sind unruhige, desorientierte oder an Demenz erkrankte Personen, die das Bett unbeaufsichtigt verlassen und sich dabei schwer verletzen können. Um dieses Risiko zu reduzieren, gibt es bereits unterschiedliche Ansätze, zum Beispiel gewichtsempfindliche Sensorkissen oder -matratzen, die einen Alarm auslösen, wenn die pflegebedürftige Person aus dem Bett aufsteht. Diese bieten bereits einen großen Vorteil gegenüber Sicherungsmaßnahmen wie Gitterbetten, die die Patient*innen in ihrer Selbstbestimmung stark einschränken können.

    In ihrer Projektarbeit probieren sich die Studierenden nun an einem besonders innovativen Konzept: ein Licht, das sich automatisch anschaltet, wenn eine Person im Begriff ist, das Bett zu verlassen. Dieses Licht soll den Patient*innen dabei helfen, sich im Raum zu orientieren und verhindern, dass sie im Dunkeln stolpern. Dazu haben die Studierenden an der Stirnseite des Pflegebetts Testsensoren installiert, die mittels Abstandsmessungen detektieren sollen, ob eine Person sich im Bett aufrichtet, um aufzustehen. Stellt der Sensor eine solche Bewegung fest, wird die von der Firma Waldmann bereitgestellte Bettwandleuchte eingeschaltet.

    Praxisnah und zukunftsweisend: Austausch mit Expert*innen

    Um den Anwendungsfall dieser Lösung für eine Produktentwicklung besser zu verstehen, wurden unterschiedliche Stakeholder von den Studierenden eingebunden. Neben Buss Sanitärtechnik hat sich die Geriatrie des Krankenhauses Lindau bereits eingebracht, ein Kontakt zum Klinikum Stuttgart wurde aufgebaut; weiterhin beabsichtigen die Studierenden, ein Pflegeheim in Konstanz zu besuchen, das sich mit einer prototypischen Anwendung hierzu beschäftigt.

    Des Weiteren wurde Kontakt zur DHBW Stuttgart aufgenommen, um die Expertise des Studiengangs „Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften” zu nutzen.

    Die Studierenden schätzen an diesem Projekt besonders, dass sie einen Bereich außerhalb ihres Studienfeldes kennenlernen und dabei ihre Studieninhalte praktisch anwenden sowie Lösungen kritisch hinterfragen können. Dieser interdisziplinäre Ansatz fördert nicht nur ihre fachlichen Fähigkeiten, sondern auch ihr Verständnis für die komplexen Herausforderungen in der Pflege.

    Der Austausch mit Expert*innen beflügelt die Studierenden sichtlich, da sie merken, dass ihre Arbeit nicht nur akademische Bedeutung hat, sondern auch einen unmittelbaren gesellschaftlichen Mehrwert bietet – insbesondere angesichts der Herausforderungen durch eine alternde Bevölkerung und begrenzte Personalressourcen im Pflegebereich.

  • Nachhaltigkeit im RITZ

    Nachhaltigkeit im RITZ

    In diesem ersten Bericht über Nachhaltigkeitsaspekte im RITZ möchten wir Ihnen aufzeigen, wie das RITZ die Weichen für nachhaltiges Wachstum stellt. Dabei berücksichtigen wir alle relevanten Aspekte unserer Geschäftstätigkeit, einschließlich wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Gesichtspunkte. In diesem Bericht wird daher auf die nachhaltige Gebäudekonzeption, auf den umweltfreundlichen Gebäudebetrieb sowie auf kompetenz- und gesundheitsfördernde Aspekte im RITZ eingegangen. Zugleich wird eine CO2-Bilanz für das RITZ erstellt.

    Dies geschieht vor dem Hintergrund der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen wurden.